Wahl von Elisabeth Kaiser großer Erfolg für Geraer Kreisverband, AfD-Ergebnis erschreckend

Veröffentlicht am 27.09.2017 in Bundestag
Melanie Siebelist, Vorsitzende der SPD Gera
Melanie Siebelist, Vorsitzende der SPD Gera

SPD Gera zieht gemischte Bilanz zur Bundestagswahl

„Wir wollen für die Menschen da sein, ihre Probleme lösen und ihre Herzen zurückgewinnen.“

Der Kreisverband der SPD Gera sieht mit sehr gemischten Gefühlen auf den Wahlabend. Bei der nächsten Vorstandssitzung werde der Kreisvorstand die Ergebnisse der Bundestagswahl gründlich analysieren und auswerten.

„Auf den ersten Blick überwiegt die Freude, dass mit Elisabeth Kaiser in Zukunft eine kompetente Persönlichkeit Ostthüringen in Berlin vertreten wird. Der Geraer Kreisverband hat nun endlich wieder eine Mandatsträgerin, auch wenn sie natürlich nicht ausschließlich für Gera da sein kann“, erklärt Geras SPD-Vorsitzende Melanie Siebelist.

Die in Lusan aufgewachsene Elisabeth Kaiser habe einen sehr engagierten Wahlkampf geführt und gezeigt, dass sie sich voll und ganz für die Region einsetzen will. „Mit Elisabeth Kaiser haben wir eine Bundestagsabgeordnete, die absolut bürgernah ist und mit niemandem das Gespräch scheut. Sie hat auf die richtigen Themen, Familienfreundlichkeit und gute Arbeitsbedingungen, gesetzt“, so Siebelist.

Es sei ein großer Erfolg für die SPD Gera, dass es gelungen sei, sie auf Platz 2 der Landesliste durchzusetzen. „Das ist eine Anerkennung der Landes-SPD für die Leistungen der Ostthüringer Sozialdemokraten. Man hat verstanden, dass die Region Gera dringend Unterstützung braucht. Elisabeth Kaiser ist die zweitjüngste Abgeordnete der SPD-Fraktion im Bundestag und wir sind stolz auf ihre Leistung.“ Im nächsten Schritt werde die SPD in Gera ein neues Wahlkreisbüro mit entsprechendem Personal einrichten, um noch besser als Ansprechpartner der Bürger zu funktionieren.

Zugleich schätzt sie die Ergebnisse der Parteien in der Stadt als erschreckend ein. „12 Prozent in der Erststimme und 10,5 Prozent bei der Zweitstimme sind für die SPD selbstverständlich völlig unbefriedigend. Dazu kommt, dass fast jeder Dritte Wahlberechtigte die AfD gewählt hat. Diese Wähler haben damit ihren Unmut über die Arbeit der großen Koalition zum Ausdruck gebracht. Diese Botschaft kam an. Leider ist nun eine Partei im Bundestag, die gesellschaftliche Fehlentwicklungen den Schwächsten anlastet: Kriegsflüchtlingen, die bei uns Sicherheit und die Rückkehr zu einem normalen Leben suchen.“

Verständlich sei, dass viele Geraer von der Politik enttäuscht sind und das Gefühl haben, das Ostthüringer Oberzentrum sei abgehängt. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren mit ganzer Kraft für einen besseren Ruf der Stadt eingesetzt. Mit der besseren Bahnanbindung durch die MDV (Mitte-Deutschland-Verbindung), dem Industriegroßstandort Cretzschwitz, der Dualen Hochschule, der Sanierung des Tinzer Schlosses, dem Pilotprojekt Freifunk, der Förderung von Getzner Textil und Hilfszahlungen im zweistelligen Millionenbereich gibt es auch klare Erfolge. Wir werden für eine Stärkung der demokratischen Kultur in Gera kämpfen. Wir wollen für die Menschen da sein, ihre Probleme lösen und ihre Herzen zurückgewinnen.“

Es sei wichtig, sowohl in der Kommunalpolitik als auch darüber hinaus genau hinzusehen, welche Partei wie handelt. Alle Politiker in einen Topf zu werfen und pauschalen Politikverdruss zu schüren, sei unfair. „So gut wie alle Kommunalpolitiker, die ich kenne, wollen das Beste für die Stadt und setzen ihre Freizeit dafür ein. Strittig ist nur, was das Beste ist und wie es erreicht wird.“ Der Teufel stecke im Detail. In einer Welt des Informationsüberflusses sei es aber schwer, eben diese Details zu kommunizieren.

 
 

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