PM: SPD-Fraktion fordert besseren Schutz der Stadtverwaltungsbelegschaft

Veröffentlicht am 01.04.2021 in Stadtrat

"Heute am 01.04.2021 – und das ist leider kein Aprilscherz - sind 511 Menschen in Gera mit dem Covid-19-Virus infiziert," zeigt sich die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Monika Hofmann besorgt. "Der Inzidenzwert liegt aktuell bei 375,84 Neuinfizierte auf 100.000 Einwohner in 7 Tagen."

Damit liegt Gera unter den fünf am höchsten betroffenen Kommunen in Thüringen. Der Freistaat Thüringen wiederum hat den höchsten Inzidenzwert in der Bundesrepublik Deutschland. „Damit einher gehen zahlreiche Fälle, die künstlich beatmet werden müssen, Langzeitschäden und Einschränkungen des öffentlichen Lebens“, meint Hofmann.

„Das alles ist besorgniserregend und sollte dazu führen, dass die Pandemie mit allen Mitteln bekämpft wird.“ Testen, Impfen, Nachverfolgung, Apps, Abstandhalten, Maskenschutz und Homeoffice nennt sie als Maßnahmen. Das gelte für Schüler*innen genauso wie für Lehrer*innen, für Pflegepersonal in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen, und natürlich auch für Mitarbeiter*innen in allen Ämtern.

„In unserer Stadt gibt es zwei Impfzentren, in denen sehr gut, kompetent und freundlich gearbeitet wird.

Hier in Gera haben sich drei Apotheken und ein weiteres Testzentrum jeweils eine Teststrecke eingerichtet, in der genauso kompetent und freundlich Schnelltests durchgeführt werden. In größeren Betrieben kommt sogar ein Test-Team ins Haus und testet die gesamte Belegschaft.“

Leider werde in der Stadtverwaltung keine ämterweise Testung durchgeführt. „Aber gerade dort, wo Publikumsverkehr nicht zu vermeiden ist, wo viele Mitarbeiter*innen zusammenarbeiten, können regelmäßige Tests der Pandemie entgegenwirken, weil die Nachverfolgung auch Infektionsketten unterbrechen kann. Und nur dann können wir in absehbarer Zeit wieder zur Normalität zurückkehren.“

Es liege nun am Oberbürgermeister, zum Schutz der Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung, ihren Familien und der gesamten Bevölkerung mit allen Testzentren zu verhandeln, fordert die SPD-Fraktion. Die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung sollten mindestens einmal, besser zweimal in der Woche, durch mobile Testteams getestet werden."

In anderen Städten habe das schon zum Erfolg geführt. Ein Blick nach Rostock zeigt, dass vieles möglich ist.

Darüber hinaus erwarte die Fraktion weiterhin, dass Gera wie andere Städte in Thüringen Sormas und Luca als wichtige technische Hilfsmittel der Pandemie-bekämpfung nutze, ergänzt Fraktionsvize Heiner Fritzsche. „Ziel muss sein, die Inzidenzwerte unabhängig von Bund und Land schnellstmöglich zu senken und damit Lockerungen wieder zu ermöglichen.“

"Unser Gera kann hier mit bestem Beispiel vorangehen", appelliert Hofmann ab-schließend an Oberbürgermeister und Bevölkerung. „Wenn wir zusammenhalten, dann könnte uns allen die Umkehr in die Normalität gelingen."

 
 

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Heiner Fritzsche, Monika Hofmann (Vorsitzende) und Tilo Wetzel.

 

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